Aus was besteht Schokolade eigentlich? Woher kommt der Kakao? Wie und wo wird er verarbeitet? Diese und viele weitere Fragen erforschten die Schülerinnen und Schüler in der Baunach-Allianz gemeinsam im Schoko-Workshop.
In einem Bewegungsspiel wurde deutlich, was Fairness bedeutet und warum fairer Handel für die Menschen in den Kakaoanbauländern so wichtig ist. Auf einer großen Weltkarte entdeckten die Kinder die Länder, in denen Kakao wächst, und lernten die Bedeutung des Rohstoffs für die dortigen Familien kennen. Sie reisten fiktiv zu einer Kakaoplantage in Ghana und schauten sich an, wie der Kakao dort angebaut wird. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass Kinderarbeit, ausbeuterische Arbeitsbedingungen und umweltschädlicher Anbau in vielen Anbauländern noch immer Realität sind und wie der Faire Handel als Gegenmodell zu mehr Gerechtigkeit beitragen kann.
Ein besonderes Highlight für die Schülerinnen und Schüler war die eigene Herstellung von Schokolade und Verkostung im Anschluss an den Workshop. Gleichzeitig beschäftigte sie die Erkenntnis, dass Kinderarbeit „doof“ ist und es fairer wäre, wenn alle Kinder zur Schule gehen könnten. Durch das Entdecken verschiedener Fairtrade-Siegel bekamen sie konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Alltag mit auf den Weg.
Die 3C der Grundschule Reckendorf wurde darüber hinaus in ein Projekt der Fairtrade-Gruppe Reckendorf eingebunden. Sie gestalteten im Anschluss an den Workshop eine Schokoladenverpackung für die Gemeinde, die auf ausbeuterische Kinderarbeit und den fairen Handel hinweist.

Der Schoko-Workshop unterstützt die teilnehmenden Schulen auch auf ihrem Weg zur Fairtrade-Schule und ist Teil des Engagements der Baunach-Allianz, die sich zum Ziel gesetzt hat, eine Fairtrade-Region zu werden.
Möglich gemacht wurde das Projekt durch Fördermittel von Engagement Global im Rahmen des Projekts Koordination kommunaler Entwicklungspolitik.





